Forscher finden wichtige Ursache für diastolische Herzinsuffizienz
Herzschwäche

Enzym PP5 „versteift“ die Herzmuskelzellen
Das Forscherteam konnte nachweisen, dass bei Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz der Anteil am Enzym PP5 im Herzen höher ist als bei gesunden Menschen. PP5 hemmt ein elastisches Protein namens Titin. Es wirkt in den Herzmuskelfasern wie eine Feder, ist vergleichbar mit einem Gummiband. PP5 macht die Fasern weniger dehnbar. Die Herzmuskelzellen „versteifen“ sich, die Pumpfunktion des Herzmuskels ist eingeschränkt. „Deshalb kann in der Füllungs- und Entspannungsphase des Herzens, in der Diastole, nicht mehr genug Blut in die linke Herzkammer fließen“, erklärt Prof. Wolfgang Linke vom Institut für Physiologie ll der Universität Münster, wie „Internisten im Netz“ schreibt. Folge: Um Patienten mit diastolischer Herzschwäche das Atmen zu erleichtern, muss PP5 blockiert werden.
Der Wirkstoff Spermidin soll die Lösung sein. „Das ist ein sogenanntes Polyamin, das unser Körper selbst bilden kann, etwa in der Darmflora“, verrät Professor Linke. Spermidin kann die Herzfunktion verbessern. Und wirkt sich positiv auf Gehirn und Gedächtnis aus. Mit dem Alter produziert der Körper immer weniger Spermidin. Auf Grundlage des medizinischen Fortschritts soll nun innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre ein wirksames Medikament entwickelt werden.
Mit richtiger Ernährung vorbeugen und gegensteuern
Diese Nahrungsmittel enthalten von Natur aus viel Spermidin: