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Donnerstag, 17.04.2014

Das Gehirn vor Gericht

Auf der Suche nach den neurobiologischen Wurzeln der Moral

Welchen Einfluss hat die Neurobiologie auf Moral und Schuld?

Welchen Einfluss hat die Neurobiologie auf Moral und Schuld?

Wo sitzt die Moral? Und wo das Schuldgefühl? Fragen dieser Art stellen sich auch die Hirnforscher heute immer häufiger. Zumindest einige Ursachen unseres Handelns hinterlassen tatsächlich sichtbare Veränderungen im Denkorgan. Unter anderem deshalb nutzen Anwälte schon jetzt manchmal Hirnscans, um beispielsweise die Schuldunfähigkeit ihrer Mandanten zu beweisen.

Aber können solche bunten Bilder des Gehirns tatsächlich dazu beitragen, einen juristischen Sachverhalt zu klären, einen Straftäter zu überführen oder seine Schuldfähigkeit zu klären? Oder besteht vielmehr die Gefahr, dass Richter sich vom trügerischen Charme bunter Bilder verführen lassen? Die Neurowissenschaft der Moral verändert die Art, wie wir über Menschsein und menschliches Handeln denken. Die Hirnforschung hält Einzug auch in die Gerichtssäle.

Inhalt:

  1. Veränderte Gehirne – verändertes Verhalten
    Drei Beispiele für "Spuren des Bösen"
  2. Hirnscan als Lügendetektor?
    Viele Spuren – wenig Aussagekraft
  3. Ein Gen macht aggressiv
    Was eine Mutation im MOA-A-Gen mit einem Gerichtsurteil zu tun hat
  4. Schuldig aber krank
    Wann macht eine Hirnveränderung schuldunfähig?
  5. Therapie statt Wegsperren
    Hirnforschung kann auch beim neuen Anfang helfen

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