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Freitag, 18.04.2014

Auf der Suche nach dem Urgas

Astronomen erforschen die kosmologischen Filamente

Netzwerk mit kosmologischen Filamenten (rot) in einer Computersimulation.

Netzwerk mit kosmologischen Filamenten (rot) in einer Computersimulation.

Sterne und andere Himmelskörper enthalten nur einen verschwindend geringen Teil der normalen Materie. Der ganze Rest verbirgt sich in riesigen, kaum sichtbaren Gasfäden, die das ganze Universum durchziehen. Doch genau diese kosmologischen Filamente geben Astronomen heute einige Rätsel auf.

Obwohl sie gewaltig groß sind und den gesamten Kosmos durchziehen, sind die ausgedehnten Gasfäden der kosmologischen Filamente schwer zu erforschen. Denn sie verraten ihre Gegenwart oft nur durch charakteristische Linien im Spektrum des von fernen Leuchtquellen eingefangenen Lichts. Astronomen können dadurch nur schwer ermitteln, wie viel Materie sich heute noch in diesen Filamenten verbirgt und wie sie verteilt ist. Und einige dieser verräterischen Linien schienen zunächst sogar anzudeuten, dass große Mengen Wasserstoff aus diesen Gasfäden einfach verschwunden sind. Was es damit auf sich hat, haben Astrophysiker vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam näher erforscht.

Inhalt:

  1. Am Anfang war der Wasserstoff
    Gasfilamente als erste Strukturen des Kosmos
  2. Linien in Hülle und Fülle
    Kosmisches Gas und der Lyman-Alpha-Wald
  3. Das Rätsel der fehlenden Linien
    Täuscht aufgeheiztes Gas die fehlende Materie nur vor?
  4. Hilft heißer Sauerstoff weiter?
    Das Geheimnis der OVI-Linien
  5. Verfälschung durch galaktische Winde
    Die Suche nach geeigneten Messmethoden geht weiter

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