Engagement lohnt sich: Wer im Alter andern hilft, tut auch sich selbst etwas Gutes. Denn das Engagement für andere kann lebensverlängernd wirken. Senioren, die sich ehrenamtlich um andere kümmern oder einfach um die eigenen Enkel, leben im Durchschnitt länger, wie eine Studie jetzt ergeben hat. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der positive Effekt solcher Aufgaben auf die geistige und körperliche Fitness.
Soziales Verhalten und die Kooperation mit anderen sind tief in uns verankert. So zeigen Studien, dass Egoisten eher unglücklicher sind als Menschen, die anderen helfen und schon Dreijährige sich für andere einsetzen. Gerade im Alter fördern zudem soziale Kontakte die geistige Fitness und die psychische Gesundheit.
Ob der Einsatz für andere auch unser Leben verlängern kann, haben nun Sonja Hilbrand von der Universität Basel und ihre Kollegen untersucht. Für ihre Studie untersuchten sie das Sozialverhalten und die Lebensdauer von mehr als 500 Großeltern im Alter von 70 bis 103 Jahren. Sie verglichen Senioren, die sich um ihre Enkelkinder oder nichtverwandte Menschen kümmerten mit denen, die kein solches soziales Engagement zeigten.
Positiver Effekt
Das Ergebnis: Wer sich im Alter um andere kümmert, lebt offenbar tatsächlich im Schnitt länger. Bei den Senioren, die anderen halfen, lebte die Hälfte noch sieben bis zehn weitere Jahre. Bei den nicht sozial Engagierten lebte trotz ähnlicher Anfangsvoraussetzungen die Hälfte nur noch vier bis fünf weitere Jahre, wie die Forscher berichten.