Der Aralsee war einst der viertgrößte See der Erde. Heute aber droht er völlig zu verlanden. Wie weit die Austrocknung bereits fortgeschritten ist, enthüllt jetzt eine Bilderserie des Terra-Satelliten der NASA. Sie zeigt die dramatische Entwicklung seit dem Jahr 2000. Heute ist von dem einst größeren Ostbecken des Sees nichts mehr übrig, das Westbecken ist nur noch als schmale Sichel erhalten.
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Ursprünglich waren es zwei Flüsse, Amudarja und Syrdarja, die von den Bergen aus kommend, den Aralsee speisten. Dieser liegt inmitten von trockener Wüstenlandschaft in einer ausgedehnten Senke und bildete eine Insel des Wassers in diesem ariden Gebiet. Doch in den 1960er Jahren begann die damalige Sowjetunion ein großes Bewässerungsprojekt im trockenen Grenzgebiet des heutigen Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan. Das Wasser der Aralsee-Zuflüsse wurde mehr und mehr abgezapft, um Baumwollfelder und andere Nutzpflanzenkulturen zu versorgen.
Zu wenig Zufluss
Diese Maßnahmen machten zwar die Wüste zu einer „blühenden Landschaft“, für den Aralsee bedeuteten sie jedoch den Anfang vom Ende. Denn die intensiven Wasserentnahmen weiter flussaufwärts ließen seine Wasserzufuhr immer weiter schrumpfen, so stark, dass die Wasserverluste durch die starke Verdunstung nicht mehr ausgeglichen wurden.