Sie leuchten im Dunkeln und leben bis in 2.000 Metern Wassertiefe: Laternenhaie. Wie diese exostische Fischgrupppe entstand und welche Arten sie umfasst, war bisher nahezu unbekannt. Erst jetzt hat ein Forscheteam erstmals mit molekulargenetischen Analysen ihre Artenvielfalt und Evolution entschlüsselt. Wichtig ist dies vor allem dehalb, weil die oft als Beifang im Netz landenden Tiefseehaie inzischen stark vom Aussterben bedroht sind.
Laternenhaie (Etmopteridae) sind eine sehr artenreiche Gruppe biolumineszenter Tiefseehaie, die normalerweise unterhalb 200 Meter und bis in Tiefen von über 2.000 Meter vorkommen. Bisher sind 43 Arten bekannt, die alle kleinwüchsig sind und selten eine Körperlänge von einem Meter oder mehr
überschreiten.
Obwohl sie die diverseste Gruppe aller Tiefseehaie ist, ist nur wenig über ihre Biologie, tatsächliche Artenvielfalt und Verbreitung bekannt. Zwar werden Laternenhaie nicht gezielt befischt, stellen aber einen großen Anteil des sogenannten Beifangs der Garnelen- und Kaiserbarschfischerei dar und sind wie alle Tiefseefische durch die immer mehr expandierende Hoch- und Tiefseefischerei sehr stark vom Aussterben bedroht.