Besonders markante und außergewöhnliche Gesichter können wir uns gut merken. Doch wie sieht es mit Gesichtern aus, die weniger auffällig sind? Erinnern wir uns dann besser an die attraktiven oder an die unattraktiven unter ihnen? Psychologen aus Jena fanden heraus: Es sind die unattraktiven Gesichter, die uns im Gedächtnis bleiben.
Tagtäglich begegnen uns neue Gesichter. Auf der Straße, im Supermarkt, im Bus. Kurz nur betrachten wir diese. An einige davon können wir uns sehr gut erinnern, andere wiederum verblassen in unserer Erinnerung sehr schnell. Wie entscheiden wir, an wen wir uns erinnern und an wen nicht? Welche Merkmale lassen unser Gehirn entscheiden: Gesicht merken oder vergessen?
Attraktivität – was ist das eigentlich?
Wenn Gesichter sehr symmetrisch und eher durchschnittlich sind, dann empfinden wir sie instinktiv als attraktiv. Das allein ist es aber noch nicht, wie Studien belegen. Besonders anziehend wirkt ein Gesicht erst dann auf uns, wenn wir in ihm etwas Außergewöhnliches, wie große Augen oder einen markanten Mund entdecken. Und genau das sind die Gesichter, die uns lange im Gedächtnis bleiben.
„Zum einen empfinden wir sehr symmetrische und eher durchschnittliche Gesichter als attraktiv“, erklärt Holger Wiese von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Zum anderen zeichnen sich als besonders anziehend empfundene Menschen häufig durch zusätzliche Merkmale aus, die sie wiederum vom Durchschnitt abheben.“ Neben Attraktivität garantieren diese Merkmale, wie große Augen oder ein markanter Mund, auch einen hohen Wiedererkennungswert.