Seit mehr als 200 Millionen Jahren bevölkern Krokodile unseren Planeten. Und doch vermögen sie uns noch zu überraschen. Oder hätten Sie gedacht, dass diese behäbigen Panzerechsen in der Lage sind, auf Bäume zu klettern? Die Tiere liegen auf bis zu vier Metern hohen Ästen herum, um Sonne zu tanken und ihr Habitat im Blick zu behalten, wie US-Forscher gemeinsam mit australischen Kollegen beobachtet haben.
Krokodile gehören neben den Vögeln zu den letzten Überlebenden der Saurier. Von ihrem Körperbau sind sie ideal an ihre Lebensweise angepasst. Ihr stämmiger Körper mit den eher kurzen Beinen und dem kräftigen Schwanz eignet sich perfekt zum Schwimmen. Die an der Kopfoberseite sitzenden Augen und Nasenlöcher erleichtern das Treiben an der Wasseroberfläche.
Und genau so stellen wir uns ja auch das klassische Bild eines Krokodiles vor: Es dümpelt meistens im Wasser vor sich hin, watet vielleicht auch mal über den Grund oder watschelt entlang des Ufers.
Erstaunlicherweise wollen Krokodile aber manchmal auch hoch hinaus. Von Zeit zu Zeit können sie dabei beobachtet werden, wie sie Bäume erklimmen. Bislang wurden diese Beobachtungen eher als Anekdoten angesehen. Eine Forschergruppe um Vladimir Dinets von der University of Tennessee hat dieses eigenwillige Verhalten der Krokodile nun genauer unter die Lupe genommen. Sie wollten wissen: Wie hoch können die Krokodile klettern? Und vor allen Dingen: Warum tun sie das?