Wer künftig vor dem Fernseher sitzt, dem begegnen die Helden der Filme zum Greifen nah, dreidimensional und mitten im Raum. Ganz ohne lästige Spezialbrille und mit besserer Schärfe und Tiefenwirkung, als dies bisher schon möglich ist. Das jedenfalls ist die Vision von Elektronikkonzernen wie LG aus Südkorea. Möglich werden soll dies durch Holografie-Technologie. Den ersten Laserchip dafür haben deutsche Forscher jetzt entwickelt.
Um einen dreidimensionalen Bildeindruck zu erzeugen, nutzt die Holografie die Wellennatur des Lichts. Denn abhängig davon, welche Strecke ein Lichtstrahl zurücklegt, trifft er in unterschiedlicher Phase auf ein Objekt – mal mit einem Wellenberg, mal mit einem Tal oder einem Zustand dazwischen. Bei einer Holografie erzeugen die Lichtstrahlen je nach ihrer Phase einen etwas anderen Bildeindruck – und damit die Illusion räumlicher Tiefe.
Laser in RGB
Das funktioniert aber nur mit Laserlicht, weil nur dieses die nötige Kohärenz besitzt, seine Lichtwellen schwingen auch in großer Entfernung von der Quelle noch im erforderlichen Gleichtakt. „Dafür werden möglichst kompakte und leistungsstarke Laser gebraucht, die eine sehr gute Strahlqualität haben und eine schmale spektrale Bandbreite“, erklärt Katrin Paschke vom Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH). „Alle diese Eigenschaften unter einen Hut zu bekommen, ist gar nicht so einfach, noch dazu bei drei verschiedenen Lasertypen.“
Denn für das 3D-Fernsehen werden sogenannte RGB-Lichtquellen gebraucht, in Rot, Grün und Blau. Und noch ist die Laser-Technologie nicht für alle diese Farben gleich weit entwickelt. Deshalb hat sich der koreanische Elektronikkonzernen LG mit dem koreanischen Unternehmen QSI und dem Ferdinand-Braun-Institut zusammengetan, um dies voranzubringen.