Auf Kollisionskurs: Eine große Gaswolke bewegt sich auf die Außenbezirke unserer Milchstraße zu. Sie wird in rund 30 Millionen Jahren mit hoher Geschwindigkeit kollidieren und dann einen Ausbruch neuer Sternbildung auslösen. Wie Astronomen nun festgestellt haben, stammt diese Gaswolke aber nicht von außerhalb, sondern wurde einst von unserer Galaxie ausgeschleudert. Warum und wie dies geschah, ist jedoch noch rätselhaft.
Unsere Milchstraße ist alles andere als ruhig und statisch: Ihr Schwarzes Loch durchläuft Strahlenausbrüche, Sterne werden aus ihren Bahnen geschleudert und im galaktischen Gas gibt es rätselhafte Störeffekte. Im Außenbereich der Milchstraße rasen zudem gleich mehrere große Gaswolken umher.
30 Mal größer als der Vollmond
Eine dieser Gaswolken, die sogenannte Smith Cloud, bewegt sich mit gut einer Million Kilometern pro Stunde direkt auf unsere Galaxie zu. Würde die etwa 11.000 Lichtjahre lange und 2.500 Lichtjahre breite Wolke im sichtbaren Licht leuchten, erschiene sie am Himmel wie eine Art riesenhafter Komet, rund 30 Mal größer als der Vollmond.
Woher diese Gaswolke stammt, war bisher rätselhaft. Dies haben Andrew Fox vom Space Telescope Science Institute in Baltimore und seine Kollegen nun mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops aufgeklärt. Sie analysierten das Spektrum der von der Wolke abgegebenen Strahlung und konnten so ihre chemische Zusammensetzung ermitteln.