Gefährlicher Energiemangel: Forscher haben eine weitere Ursache für den Niedergang von Hirnzellen bei Alzeimer-Patienten entdeckt: die Energieproduktion der Zellkraftwerke bricht bei ihnen zusammen. Dadurch sind die Zellen dem Untergang geweiht. Ursache dafür sind vermutlich Beta-Amyloid-Ablagerungen innerhalb der Hirnzellen, denn sie blockieren den Nachschub der Mitochondrien, wie die Forscher herausfanden.
Im Gehirn von Alzheimer-Kranken finden sich zwischen den Nervenzellen charakteristische Ablagerungen, die sogenannten Plaques. Diese bestehen aus Beta-Amyloiden – das sind kurze Eiweiß-Ketten. Beta-Amyloide kommen auch bei gesunden Menschen vor, werden dort aber schnell abgebaut. Bei Alzheimer-Patienten häufen sie sich dagegen an. Deswegen suchen Forscher laufend nach Verfahren, die die schädlichen Ablagerungen beseitigen und das teilweise schon mit Erfolg.
Liegt der Auslöser im Inneren?
Lange Zeit dachte man, dass die extrazellulären Amyloid-Ablagerungen die Gehirnzellen schädigen und schließlich abtöten. Die großen Mengen miteinander verknäulter Beta-Amyloide wären damit die Triebkraft für das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz.
Doch heute weiß man: Auch innerhalb der Nervenzellen kommen Beta-Amyloide vor. Manche Forscher vermuten deswegen, dass sie innerhalb der Zelle ihre toxische Wirkung entfalten, indem sie bestimmte Bestandteile der Zelle schädigen. Giovanna Cenini und ihre Kollegen von der Universität Bonn haben diese Theorie untersucht.