Frühes Ergrauen: Gestresste Hunde bekommen früher graue Haare – so wie wir Menschen auch. Schon mit weniger als vier Jahren können ängstliche und besonders impulsive Vierbeiner vorzeitig ergrauen. An der Schnauze solcher Junghunde sind dann schon die ersten grauen Haare zu erkennen, wie eine US-Studie belegt. Damit ist uns der „beste Freund des Menschen“ auch in dieser Hinsicht ähnlicher als gedacht.
Hunde sind uns von vielen Dingen sehr ähnlich: Sie erinnern sich an vergangene Erfahrungen, ihre Intelligenz ist ähnlich strukturiert wie die unsrige und sie erkennen sich sogar in einer olfaktorischen Varianten des Spiegeltests – sie könnten damit auch ein Ich-Bewusstsein besitzen.
Mehr Grau bei ängstlichen Hunden
Jetzt enthüllt eine Studie von Camille King von der Northern Illinois University und ihren Kollegen eine weitere Parallele: Auch Hunde bekommen bei vermehrtem Stress graue Haare. Für ihre Studie hatten die Forscher 400 Hunde untersucht und deren Besitzer ausführlich über Lebensweise und potenzielle Stressbelastung der Hunde befragt. Dabei führten sie die Hundehalter bewusst in die Irre und klärten sie nicht über den wahren Hintergrund der Befragung auf.
Dabei zeigte sich: Hunde, die nach Angaben ihrer Besitzer viel Stress erlebt hatten oder ängstlich waren, ergrauten auch früher. Schon im Alter von einem bis vier Jahren hatten sie um ihre Schnauze herum mehr graue Haare als Hunde gleichen Alters. „Vor allem die Angst vor lauten Geräuschen, fremden Tieren und fremden Menschen waren starke Indikatoren für ein frühes Ergrauen“, so King und ihre Kollegen.