Gesunder Snack: Walnuss, Macadamia und Co wirken offenbar schützend gegen Darmkrebs. Die Nussinhaltsstoffe kurbeln natürliche Schutzprogramme der Darmzellen an, wie ein Experiment belegt. Gleichzeitig aktivieren die Nüsse das Selbstmord-Programm von entarteten Zellen und verhindern so, dass Darmkrebs weiter wächst, wie die Forscher herausfanden. Ob diese Wirkung auch bei gerösteten Nüssen existiert, muss allerdings noch geprüft werden.
Ob Walnuss, Haselnuss, Mandel oder Macadamia: Nüsse gelten als gesund. Denn sie enthalten viel Vitamin B, wertvolle Proteine und gesunde Fettsäuren, darunter auch die auf Gehirn und das Herz-Kreislaufsystem positiv wirkenden Omega-3-Fettsäuren. „Bereits seit längerem wissen wir, dass Nüsse voller Inhaltsstoffe stecken, die gut sind für das Herz-, Kreislaufsystem, die vor Übergewicht schützen oder Diabetes“, erklärt Wiebke Schlörmann von der Universität Jena.
Studien deuten zudem darauf hin, dass Nüsse sogar vor Darmkrebs schützen können. „Was wir bislang noch nicht im Detail wussten, ist, worauf diese protektive Wirkung von Nüssen beruht“, so Schlörmann.
Nussverdauung im Reagenzglas
Um das zu klären, haben sie und ihre Kollegen fünf Nussorten näher untersucht. Für ihre Studie ließen sie Macadamia-, Hasel- und Walnuss sowie Mandeln und Pistazien im Reagenzglas zunächst „verdauen“. Auf diese Weise versetzen die Forscher die Nüsse in den Zustand, in dem sie auch im menschlichen Darm ankommen. Die so entstandenen Verdauungsprodukte untersuchten sie anschließend auf ihre Wirksamkeit an Darmkrebs-Zelllinien.