Atomklumpen im Quantenzustand: Forscher haben erstmals ein Photon mit einem makroskopischen Objekt verschränkt – einem Klumpen aus einer Billion Atome. Sie konnten dadurch Informationen eines Photons auf die gesamte Gruppe von Rubidium-Atomen übertragen und wieder abrufen. Zudem blieb die Verschränkung mehrere Mikrosekunden stabil – ebenfalls ein wichtiger Fortschritt.
Die Zukunft der Informationstechnologie liegt in Quantencomputern. Diese sollen große Datenmengen innerhalb kürzester Zeit verarbeiten. Möglich wird das dank simultan ablaufender Rechenoperationen, welche auf der Überlagerung von Zuständen basieren – auch als Quantenverschränkung bekannt. Wenn zwei Teilchen miteinander verschränkt sind, können Informationen über ihren Zustand sowohl an dem einen, als auch an dem anderen Teilchen ausgelesen werden.
Während oft die kurze Lebensdauer solcher quantenverschränkter Zustände eine Hürde darstellt, haben Physiker nun vor allem bei der Größe des verschränkten Systems einen sprichwörtlichen Quantensprung erzielt.
Verschränkung im großen Stil
Dem Team um Wojciech Wasilewski am Quantum Memories Laboratory in Warschau ist es gelungen, ein einzelnes Photon mit einer Billionen heißer Rubidium Atome zu verschränken. Sie bestrahlten die Atome mit einem Laser und zeichneten einzelne Photonen des Streulichts mit Spezialkameras auf.