Überraschung aus dem Bestand: Ein seit Jahrzehnten im Museum gelagertes Dino-Fossil hat sich nun als bedeutender Fund entpuppt. Eine neue Analyse zeigt: Die Knochen sind rund 160 Millionen Jahre alt und gehörtem einem Dinosaurier aus der Familie der Titanosauriformes. Es ist damit das älteste bekannte Fossil aus der Gruppe dieser Dinos – und wirft ein neues Licht auf deren Evolution.
Langer Hals und Schwanz, kleiner Kopf und vier mächtige, säulenartige Beine, die den schweren Rumpf tragen: Ihre oft gigantischen Ausmaße von bis zu 30 Metern und Dutzenden Tonnen Gewicht erreichten die Sauropoden aus der Gruppe der Titanosauriformes durch rein pflanzliche Kost. Die Riesen-Dinos waren einst die größten Landtiere unseres Planeten. Sie bevölkerten die Erde vom Oberjura bis zum Ende der Kreidezeit und eroberten im Laufe der Zeit wahrscheinlich alle Kontinente.
Doch über die evolutionären Anfänge dieser artenreichen Familie von Dinosauriern, zu der zum Beispiel der Brachiosaurus gehörte, ist bisher nur wenig bekannt. Wann entwickelten sich die ersten Vertreter der Titanosauriformes – und wie verbreiteten sie sich über die Erdteile? Die nur lückenhafte fossile Überlieferung macht Forschern die Beantwortung solcher Fragen schwer.
Ältestes Fossil der Titanosauriformes
Nun hat ausgerechnet ein Fossil einen neuen Blick auf die Geschichte der Langhälse ermöglicht, das bereits seit Jahrzehnten in den Regalen eines französischen Naturkundemuseums verstaubt. Paläontologen hatten die Überreste des Dinosauriers 1934 in der Gemeinde Damparis entdeckt. Um welche Art es sich bei ihrem Fund genau handelte, blieb jedoch unklar.