Unsichtbares Band: Forscher haben erstmals die Existenz eines verbindenden Magnetfelds zwischen den beiden Magellanschen Wolken nachgewiesen. Diese unsichtbare Magnetbrücke verbindet unsere beiden Nachbar-Galaxien und ist mehr als 75.000 Lichtjahre lang. Wie solche riesigen intergalaktischen Magnetfelder entstehen, ist bisher ungeklärt. Die Magnetbrücke in unserer Nachbarschaft könnte hier wertvolle Hinweise liefern.
Sie gehören zu unseren nächsten Nachbarn und sind von der Südhalbkugel aus sogar mit bloßem Auge am Himmel sichtbar Die Große und Kleine Magellansche Wolke sind zwei unregelmäßig geformte Zwerggalaxien, die rund 160.000 und 200.000 Lichtjahre von der Erde entfernt liegen. Beide sind untereinander mit einem Strom aus Wasserstoffgas verbunden, eine Gasbrücke, die vermutlich vor rund 200 Millionen Jahren durch gegenseitige Wechselwirkungen beider Galaxien entstand.
Unsichtbares Band
Jetzt haben Astronomen herausgefunden, dass es eine weitere, unsichtbare Verbindung zwischen den beiden Magellanschen Wolken gibt: Ein Magnetfeld, das beide Galaxien miteinander verknüpft. Vermutet hatte man die Existenz einer solchen Magnetbrücke schon länger, aber es gelang nie, sie nachzuweisen – bis jetzt.
Ihre Entdeckung gelang Jane Kaczmarek von der University of Sydney und ihren Kollegen mit einem „Trick“: Um das unsichtbare und nicht direkt messbare Magnetfeld zwischen den beiden Galaxien zu erfassen, nutzten sie die Radiowellen von gut 150 weit entfernten kosmischen Radioquellen. Wenn deren Signale auf ihrem Weg zu uns ein Magnetfeld passieren, verdreht dies die Polarisation der Radiowellen. Dieser sogenannte Faraday-Effekt liefert Informationen über Existenz und Stärke dieses Felds.