Hoffnung für Alzheimer-Patienten: In den nächsten Jahren werden gleich 35 neue Wirkstoffe gegen Alzheimer am Menschen getestet. 27 dieser Mittel kommen bereits in klinische Studien der Phase III – den letzten großen Test vor der Zulassung. Forscher sind daher vorsichtig optimistisch, dass es bald Medikamente geben könnte, die wenigstens das Fortschreiten der Demenz effektiv bremsen oder gar stoppen.
Alzheimer ist heute eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind rund 1,3 Millionen Menschen von der fortschreitenden Demenz betroffen – Tendenz steigend. Doch ein Heilmittel oder eine Möglichkeit, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern, gibt es bisher nicht. Man kann nur versuchen, die Symptome ein wenig zu lindern, aufhalten lässt sich das Fortschreiten der Demenz aber nicht.
35 neue Wirkstoffe im Test
Doch das könnte sich bald ändern. Die Suche nach Alzheimer-Medikamenten hat in den letzten Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen – auch dank neuer Erkenntnisse zum Krankheitshergang und moderner Medizintechnologien. Zwar stecken viele Ansätze noch in den Anfängen und auch einige Rückschläge bei vielversprechenden Mitteln gab es bereits.
Zurzeit stehen jedoch so viele Alzheimer-Medikamente kurz vor ihrer Erprobung bei Patienten wie kaum jemals zuvor. „Die Alzheimer-Pipeline, lange durch Fehlschläge und fehlende Investitionen gebremst, könnte nun vor einigen großen Erfolgen stehen“, sagt George Vradenburg, Mitgründer der Organisation UsAgainstAlzheimer, einem Zusammenschluss von 450 Alzheimerforschern weltweit.