Effektiv und auswaschbar: Forscher haben eine verblüffend simple und effektive Lösung gefunden, um Trinkwasser von Schwermetallen zu reinigen. Ihr Filterschwamm aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen und Quarzfasern bindet in kürzester Zeit 99 Prozent aller Metalle. Fünf Liter Wasser reinigt er so in weniger als einer Minute. Der Clou dabei: Mit Essig ausspülen reicht, um den Schwamm wieder aufs Neue einsatzbereit zu machen.
Sauberes Wasser ist in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit – selbst bei uns hapert es damit. So schwemmen Abwässer von Industrieanlagen, Lecks in Giftschlamm-Gruben oder Kliniken Schwermetalle in Flüsse oder das Grundwasser. Im Meerwasser bereiten vor allem steigende Konzentrationen von Quecksilber Sorgen. Das Problem: Gerade diese Metalle lassen sich oft nur schwer aus dem Wasser entfernen.
Nanoröhrchen auf Quarzwolle
Eine simple Lösung dafür könnte jetzt ein Team um Perry Alagappan von der Rice University in Houston gefunden haben. Denn sie haben einen Filterschwamm entwickelt, der schnell und effektiv Blei, Kupfer Quecksilber und Co aus dem Wasser entfernt – und der noch dazu einfach wiederverwendbar ist.
Das Grundgerüst des Filterschwamms bildet Quarzwolle – ein watteartiges Gewirr aus zwölf Mikrometer dünnen Siliziumdioxid-Fasern. Auf diesen Fasern lassen die Forscher Kohlenstoff-Nanoröhrchen wachsen. Diese Nanotubes werden dann epoxidiert: Eine oxidierende Säure ersetzt einige Kohlenstoffatome durch Sauerstoff und verleiht den Nanotubes dadurch viele hochreaktive potenzielle Ansatzstellen für Metallionen.