Globale Katastrophe: Vor knapp 12.900 Jahren könnte ein wahrer „Weltenbrand“ weite Teile der Erde in Flammen gesetzt haben. Auf rund zehn Prozent der Landfläche wüteten damals Feuer, wie Analysen von Eisbohrkernen und Sedimentproben aus 170 Orten weltweit belegen. Ursache dieser gewaltigen Brände könnte die Kollision der Erde mit den Trümmern eines großen Kometen gewesen sein, wie die Forscher im Fachmagazin „Journal of Geology“ berichten.
Schon länger rätseln Forscher darüber, weshalb das Erdklima nach dem Ende der Eiszeit noch einmal eine Art Rückfall erlebte: Vor rund 12.900 Jahren fielen die Temperaturen abrupt um mehrere Grad und es wurde trockener. Für viele große Säugetiere war dieser erneute Klimaumschwung fatal: Sie starben aus. Und auch die Menschen, die gerade erst wieder in die nördlichen Gefilde zurückgekehrt waren, könnten darunter gelitten haben.
Doch was war schuld an diesen Kälteeinbruch? Einige Forscher halten den Einschlag eines Meteoriten oder Kometen für die Ursache. Denn in Ablagerungen aus dieser Zeit wurden vermehrt geschmolzene Gesteinskügelchen und andere Impaktrelikte entdeckt. Wo dieser Einschlag jedoch stattfand und wo der Krater liegt, ist unklar – entsprechend umstritten ist diese Theorie.
Ruß und Ammoniak in Bohrkernen
Jetzt könnten Wendy Wolbach von der DePaul University in Chicago und ihre Kollegen weitere Indizien für eine solche Einschlagskatastrophe gefunden haben. Für ihre Studie hatten sie Sediment- und Eisbohrkerne aus 170 verschiedenen Orten in Europa, Asien und Nord- und Südamerika untersucht. Sie analysierten dabei gezielt die Schichten aus der jüngeren Dryas – der Zeit des möglichen Impakts.