Gute Nachrichten für Wenigschläfer: Ein über die Woche angehäuftes Schlafdefizit lässt sich offenbar durch ausgiebiges Schlummern am Wochenende ausgleichen. So führt eine regelmäßige Schlafdauer von unter fünf Stunden pro Nacht zu einem erhöhten Sterberisiko, wie eine Studie zeigt. Ausschlafen an freien Tagen wirke diesem Effekt jedoch entgegen – und könne negative gesundheitliche Folgen verhindern, berichten Forscher.
Bekommen wir zu wenig Schlaf, spüren wir dies ziemlich schnell: Wir fühlen uns abgeschlagen, sind ungewöhnlich leicht reizbar und können uns kaum konzentrieren. Denn ohne Schlaf fehlt dem Gehirn eine wichtige Aufräum-Phase, während der es das tagsüber Aufgenommene verarbeitet. Eine schlaflose Nacht fördert deshalb falsche Erinnerungen und kann sogar Hirnzellen zerstören.
Doch nicht nur unsere kognitiven Fähigkeiten leiden darunter: Sind wir ständig übermüdet, steigt langfristig zudem das Risiko, an Depressionen zu erkranken, fettleibig oder herzkrank zu werden. Wer gesund bleiben will, sollte daher auf ausreichend Schlaf achten. Wie viel ausreichend ist, ist dabei individuell unterschiedlich – als Richtwert gelten jedoch rund sieben Stunden pro Nacht.
Schlaf nachholen – geht das?
Das Problem: Im Alltag ist es oft gar nicht so leicht, auf eine gesunde Menge Schlaf zu kommen. Das gilt vor allem an Arbeitstagen, wenn der Beruf und andere Verpflichtungen viel Zeit einnehmen und frühes Aufstehen erfordern. Am Wochenende sieht das bei vielen Menschen dagegen schon anders aus. Doch ist es möglich, ein über die Woche angesammeltes Schlafdefizit durch mehr Nachtruhe an den freien Tagen auszugleichen?