Helfer für ein langes Leben: Ein US-Forscher hat zehn Substanzen identifiziert, die ein gesundes Altwerden fördern. Diese „Langlebigkeits-Vitamine“ könnten für die Gesundheit im Alter und die Lebensdauer ähnlich essenziell sein wie die normalen Vitamine für unser Überleben, so der Wissenschaftler. Neben bereits bekannten „Jungbrunnen“ wie Vitamin D, Magnesium Selen und Omega-3-Fettsäuren gehören demnach mehrere pflanzliche Carotinoide sowie der Pilzinhaltsstoff Ergothionein und die beiden bakteriellen Antioxidantien PQQ und Queuin dazu.
Als Vitamine gelten die Substanzen, die unser Körper nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann – und die wir daher mit der Nahrung aufnehmen müssen, um zu überleben. „Rund 30 Vitamine und Mineralstoffe sind Kofaktoren, die notwendig sind, damit unser Stoffwechsel richtig funktioniert“, erklärt Bruce Ames von den Calico Labs in San Francisco. „Sie wurden entdeckt, weil ein Mangel an diesen Substanzen mit schweren Gesundheitsfolgen verbunden sein kann.“
Essenziell für die Langlebigkeit?
Doch nicht nur das Überleben hängt von Vitaminen ab – auch für das gesunde lange Leben könnte es bestimmte essenzielle Substanzen geben. Diese „Langlebigkeits-Vitamine“, wie Ames sie nennt, tragen zur korrekten Funktion vieler Proteine im Körper bei und können bei einem Mangel das Altern beschleunigen. „Eine Beeinträchtigung in der Funktion der Langlebigkeits-Proteine führt zu einem erhöhten Risiko für altersbedingte Krankheiten“, sagt Ames.
Zu diesen Langlebigkeits-Vitaminen und -Mineralstoffen gehören einige bekannte Vitamine, die neben wichtigen kurzfristigen Körperfunktionen auch langfristige Schäden an Zellen, dem Erbgut und Geweben verhindern und so der Alterung entgegenwirken. Unter diesen sind neben den Spurenelementen Selen und Magnesium auch Vitamin D und die Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA), die unter anderem vorbeugend gegen Demenz wirken sollen.