Die Hinweise auf eine Verbindung zwischen einem Affen-Virus und einigen Krebsarten beim Menschen verdichten sich. DNA des Virus SV40 (Simian Virus 40) konnte in 33 von 55 Tumoren von Patienten nachgewiesen werden, bei denen kürzlich ein non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurde.
Laut Felipe Samaniego vom MD Anderson Cancer Center wurde eine starke Verbindung gefunden. Jetzt stellt sich laut NewScientist die Frage, ob die Virus DNA eine unbeteiligte Anwesende ist oder ob sie eine Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt. Die Forschungsergebnisse wurden auf dem Jahrestreffen der American Association for Cancer Research präsentiert.
{1l}
Die DNA des Virus konnte nicht nur bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer nachgewiesen werden. Zusätzlich war in vielen Fällen ein Gen aktiviert, das ein Protein kodiert, das bei jenen Krebserkrankungen eine Rolle spielte, die das Virus bei Nagetieren auslöst. Das ist laut dem SV40-Experten Regis Vilchez vom Baylor College of Medicine ein verräterischer Hinweis auf durch ein Virus verursachte Krebserkrankungen. Seine letzten Forschungen haben gezeigt, dass 23 Prozent von 115 Patienten mit Lymphomen das Virus in sich trugen. Bei keinem Teilnehmer der gesunden Kontrollgruppe konnte SV40 nachgewiesen werden. Vilchez geht jedoch davon aus, dass für die Herstellung eines ursächlichen Zusammenhanges noch mehr Beweise gefunden werden müssen.