Die Zahl ist eindrucksvoll: 8,67 Terawattstunden verbrauchen alle deutschen Rechenzentren insgesamt pro Jahr – das entspricht etwa der Leistung eines kleineren deutschen Kernkraftwerkes. Ein neuer Energiepass für IT-Komponenten soll deshalb zukünftig dafür sorgen, dass unnötige Energieschleudern identifziert und ausgetauscht werden.
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Unter den Komponenten vieler Serversysteme, die in den Rechenzentren Tag und Nacht laufen, finden sich Energieschleudern, das haben erste Tests gezeigt. Hier herrscht daher ein enormes Einsparpotential, das den Betreibern der Rechenzentren, den Energielieferanten und nicht zuletzt der Umwelt zugute käme. Bisher gibt es aber kein genormtes Prüfverfahren für den Energieverbrauch von IT-Systemen. Daher haben sich nun die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und der IT-Verlag Heise zusammengetan, um ein Prüfverfahren zu ntwickeln, das in eine Norm eingehen könnte. Ihr Ziel: ein Energiepass für IT-Komponenten.
Katastrophale Werte gemessen
Wer ein altes Haus renoviert oder gar ein neues Haus baut, kann ein Lied davon singen: Ohne die Einhaltung strenger Energiespar-Richtlinien geht gar nichts mehr. Verglichen damit, steckt der gesamte IT-Bereich noch in den Kinderschuhen. Und dabei wird es höchste Zeit, auch hier zu handeln.