Ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zu einer künstlichen Nachahmung der Photosynthese ist Forschern nun gelungen. Sie erzeugten einen stabilen anorganischen Metalloxid-Cluster, der rasch und effektiv die Oxidation von Wasser zu Sauerstoff vermittelt. Das berichtet die Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ in einer als besonders wichtig eingestuften Veröffentlichung.
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Wasserstoff wird als der Energieträger der Zukunft gehandelt, zum Beispiel in der Automobilbranche, die an der Einführung der Brennstoffzellentechnologie ab etwa 2010 arbeitet. Wirklich umweltschonend wird ein Brennstoffzellenantrieb aber nur dann sein, wenn es gelingt, den Wasserstoff mithilfe regenerativer Verfahren herzustellen. Künstliche Photosynthese könnte daher entscheidend zur Lösung von Energie- und Klimaproblemen beitragen, wenn es gelänge, effizient Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenenergie zu produzieren.
Die Spaltung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff mithilfe von Sonnenlicht wäre eine elegante Lösung für dieses Problem. Doch der Weg dorthin ist steinig. Ein Problem dabei: Die Entstehung aggressiver Substanzen im Verlauf der Wasseroxidation. Pflanzen lösen dieses Problem, indem sie für konstante Reparatur und Ersatz ihrer grünen Katalysatoren sorgen.