Der Klimawandel verändert nicht nur die Atmosphäre, er wirkt sich auch auf die Lebenswelt der Meere aus. Diese Veränderungen der biogeochemischen Kreisläufe wiederum kann auf das Klima rückwirken und damit den Klimawandel beschleunigen oder bremsen. Ob und wie die einzelligen Algen des Ozeans bereits reagieren, soll jetzt ein neues Forschungsprojekt herausfinden.
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Im Oberflächenwasser der Ozeane sorgen Mikroalgen, das so genannte Phytoplankton, für die Nahrungsgrundlage der marinen Artengemeinschaft. Als Energiequelle für ihr Wachstum nutzen sie das Sonnenlicht, um Kohlendioxid (CO2) zu organischen Verbindungen wie Zucker umzuwandeln. Über diesen Prozess der Photosynthese bindet das Phytoplankton große Mengen an CO2 und beeinflusst maßgeblich das Klima auf unserem Planeten.
Gegenseitige Beeinflussung von Klima und Ozean
Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat große Veränderungen für die Ökosysteme der Meere zur Folge. Der Anstieg im atmosphärischen CO2-Gehalt erhöht die CO2-Konzentrationen im Meerwasser und verringert damit seinen pH-Wert – die Meere werden saurer. Gleichzeitig verändert die zunehmende Erwärmung des Oberflächenwassers die Durchmischungstiefe, das Lichtklima und den Nährstoffeintrag aus tieferen Wasserschichten. Dies wiederum beeinflusst das Phytoplankton hinsichtlich ihrer Produktivität und Artenzusammensetzung und wirkt sich auf die biogeochemischen Kreisläufe aus, die mit dem Klimasystem gekoppelt sind.