Sind wir Menschen schuld am Aussterben der Mammuts? Seit langem streiten Wissenschaftler, ob das Klima oder die Jagd des frühen Menschen den Niedergang der gewaltigen Tiere auslöste. Jetzt belegt eine neue, in der Fachzeitschrift „PloS Biology“ erschienen Studie, dass der Verlust des Lebensraums bedingt durch Temperaturveränderungen vermutlich die Hauptursache war. Die Jagd war dann nur noch der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.
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Das Mammut starb vor rund 6.000 Jahren aus. Warum, ist seit Jahren umstritten. Denn zu jener Zeit wirkten gleich mehrere potenziell negative Faktoren. Das Klima veränderte sich, die eiszeitliche Kälte wurde von milderen Temperaturen abgelöst. Gleichzeitig ermöglichte dies es den Menschen, in die zuvor zu kalten Lebensräume des Mammuts einzudringen und hier zu jagen. Diese enge Verquickung der Umstände machte eine Identifikation des letztlich ausschlaggebenden Faktors bisher extrem schwierig.
Ein Argument der Vertreter der Jagdtheorie beruhte darauf, dass das Mammut auch in früheren Zeiten bereits starke Temperaturschwankungen überstanden hatte. Demnach könne es nur der menschliche Einfluss gewesen sein, der seine Existenz bedrohte.