Neueste Erkenntnisse aus Eiskernbohrungen zeigen, dass sich in der Antarktis in den letzten 800.000 Jahren mehrmals viel Staub ablagerte: Immer während der Eiszeiten gingen dort große Mengen an Partikeln aus Patagonien nieder. Es gibt daher einen Zusammenhang zwischen Kälte und Staubansammlung, schreiben die Forscher in der aktuellen Ausgabe von „Nature“.
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Bei der Untersuchung eines Eisbohrkerns des EPICA-Projekts („European Project for Ice Coring in Antarctica“) wurde die Temperatur rekonstruiert und mit der Konzentration der Staubpartikel verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Konzentration der Staubpartikel während der Eiszeiten 25mal höher war als während der Warmzeiten. Eine so deutliche kälteabhängige Schwankung der Staubablagerung während der letzten 800.000 Jahre konnte zum ersten Mal dank zeitlich hoch aufgelöster Eisbohrkern-Daten nachgewiesen werden.
In anderen Proben wie zum Beispiel Seesediment-Kernen wurden bisher nur kleinere Schwankungen erkannt. Bisherige Klimamodelle gingen daher von geringen Schwankungen des so genannten Staubflusses aus – was nun von den neuesten EPICA-Erkenntnissen korrigiert wurde.