Eine neue Methode könnte dazu beitragen, bisher unentdeckte Meoteoriteneinschläge auf der Erde nachzuweisen. Wie amerikanische Geowisenschaftler jetzt in „Science“ berichten, konnten sie mithilfe des Verhältnisses von Isotopen des auf der Erde seltenen Elements Osmium in Meeressedimenten die chemischen Veränderungen durch einen Impakt rekontruieren und daraus sogar auf die Größe des Himmelskörpers schließen.
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Auf dem Mond bleiben Meteoritenkrater über Millionen von Jahren erhalten, denn ihm fehlt eine Atmosphäre. Nicht so auf der Erde. Hier sorgen Erosion durch Witterungseinflüsse und die Vegetation dafür, dass die sichtbaren Spuren solcher Einschläge im Laufe der Zeit verschwinden. Dadurch ist es heute sehr schwer herauszufinden, wann im Laufe der Erdgeschichte ein Meteorit eingeschlagen hat und auch, wie groß er war.
Osmium als Indiz
Jetzt aber hat François Paquay, ein Geologe der Universität von Hawaii in Manoa (UHM) eine neue Methode entwickelt, die diese Informationen aus der Isotopenzusammensetzung von Meeresedimenten gewinnt. Schlüssel dafür ist die Konzentration von Varianten des Elements Osmium. Himmelskörper, die auf die Erde treffen, tragen ein anderes Verhältnis von Osmium-Isotopnen in sich als die Gesteine und Ablagerungen auf der Erde.