Das superschwere Element 117 existiert tatsächlich: Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, dieses kurzlebige Element erneut zu erzeugen und genauer als bisher nachzuweisen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu offiziellen Anerkennung dieses neuen Elements des Periodensystems, wie die Forscher im Fachagamazin „Physical Review Letters“ berichten.
Elemente jenseits der Ordnungszahl 104 gelten als superschwere Elemente. Sie kommen in der Natur nicht vor, können aber künstlich hergestellt werden. Die heute bekannten superschweren Elemente zerfallen jedoch sehr schnell – meist in Sekundenbruchteilen. Doch gängiger Theorie nach könnte es eine „Insel der Stabilität im Periodensystem geben – einen Bereich der Atomgewichte, in dem die Elemente zumindest ein wenig stabiler sind als die um sie herum liegenden.
Nachweis schwierig
Im Jahr 2010 gelang es einer russisch-amerikanischen Kollaboration am Institut für Kernforschung in Dubna nahe Moskau erstmals, sechs Atome des superschweren Elements 117 herzustellen. Das jedenfalls ergab sich aus der Rekonstruktion der Teilchenmuster im Schwerionen-Beschleuniger. Damit dieses Element jedoch offiziell anerkannt wird, waren noch weitere Nachweise nötig.
Das Problem dabei: In allen Experimenten zu den superschweren Elementen entstehen unerwünschte Nebenprodukte, die die zuverlässige Identifikation eines Isotops umso schwieriger machen, je langlebiger es ist. Trotz seiner kurzen Lebensdauer von nur wenigen Sekundenbruchteilen hält Element 117 immerhin deutlich länger durch als viele im Periodensystem vor ihm stehende leichtere Elemente. Das macht seinen Nachweis entsprechend schwieriger.