Das Ruhrgebiet ist das größte Ballungsgebiet Deutschlands – mehr als fünf Millionen Menschen leben und arbeiten in der Region zwischen Duisburg im Westen und Hamm im Nordosten. Und das ist kein Zufall. Gäbe es die reichen Rohstoffvorkommen im Untergrund nicht, ähnelte das Ruhrgebiet wahrscheinlich noch heute eher ländlich geprägten Gegenden wie dem Münsterland oder dem Niederrhein.
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Grüner als man denkt
Doch der Abbau von Kohle und Erzen und die Industrialisierung haben das Gesicht dieser Landschaft für immer verändert. Sie brachten den wirtschaftlichen Aufschwung und zogen vor allem immer mehr Menschen in das Gebiet an Emscher, Rhein und Ruhr. Auch wenn die meisten Zechen heute stillgelegt sind und sich die Hüttenindustrie auf nur noch wenige Hochöfen und Stahlwerke beschränkt – die Industriegeschichte ist im Ruhrgebiet so präsent wie in kaum einer anderen Region.
Wer jedoch bei einem Besuch im Ruhrgebiet einen Moloch aus grauer Stadtkulisse und Industrie erwartet, der täuscht sich. Denn nur gut ein Drittel des Ruhrgebiets ist bebaut, der Rest ist von Parks, Waldgebieten, Feldern, Flüssen und Seen bedeckt. Und auch die Landschaft um die eigentliche Metropolregion herum bietet einiges an Abwechslung: Im Norden geht die Stadtlandschaft in die Weiten des Münsterlands über, im Süden liegt die idyllische Mittelgebirgslandschaft des Ruhrtals.