Im Jura begann der große Superkontinent Pangäa, in dem zuvor für etwa 100 Millionen Jahre alle Kontinente vereinigt waren, auseinanderzubrechen. In einem zur späten Trias-Zeit aufgebrochenen Grabensystem riss zwischen Nordamerika und Nordwestafrika der schnell breiter werdende Zentral-Atlantik auf. Schon im Unterjura drang das Meer hier wiederholt ein und hinterließ anfangs mächtige Salzablagerungen, da die Meeresverbindung immer wieder abgeschnitten wurde und das Meerwasser unter der Äquatorsonne verdampfte.
Im Mittel-Jura wurde dieses Gebiet dauerhaft vom Ozean überflutet (Zentral-Antlantik), mit echter ozeanischer Erdkruste und Tiefsee-Ablagerungen. Am Ende des Oberjura brach auch der Nordatlantik auf, wobei Spanien zuerst noch am Nordamerikanischen Kontinent hing und erst später Teil Europas wurde.
Auch der Zerfall des Südkontinents Gondwana (Südhälfte von Pangäa) begann mit einem Gräbenbruch und nachfolgendem Meeresvorstoß zwischen Afrika und der Antarktis sowie dem indischen Subkontinent bereits im Mitteljura. Der Jura war eine Zeit weltweiten Meeresspiegelanstiegs, große Gebiete der Kontinente wurden von flachen Meeren überflutet.
Gegen Ende des Jura (vor etwa 135 Millionen Jahren) zog sich das Meer wieder zurück, und in vielen trocken gefallenen Gebieten sammelten sich Ablagerungen von Flüssen und Seen mit Resten von Organismen des Süßwassers und Festlandes.