Den Beweis, dass ein lasergestütztes Kommunikations-System im Orbit funktioniert, lieferte Ende 2014 ein Pilotversuch. Zum ersten Mal gelang es dabei, Daten per Laser über fast 36.000 Kilometer hinweg auszutauschen – und das in der Erdumlaufbahn. Bei dieser ersten Laser-Langstrecken-Übertragung im Orbit wurden innerhalb weniger Sekunden hochauflösende Satellitenbilder übertragen.

Laser-Terminals als Kernbauteil
Sender bei dieser Laser-Übertragung war der europäische Erdbeobachtungssatellit Sentinel 1A. Er umkreist die Erde in etwa 700 Kilometern Höhe auf einem erdnahen polaren Orbit. Mit an Bord hat dieser im April 2014 gestartete Satellit eine Sonderausstattung: ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickeltes Laserkommunikations-Terminal (LCT).
Dieses Terminals fungieren als Sender und Empfänger zugleich und schaffen es selbstständig, ihr Partnerterminal auf einem anderen Satelliten zu orten und sich mit ihn zu verbinden. Das bedeutet, sie müssen ein Ziel ausmachen, das nur knapp 15 Zentimeter groß ist, bis zu 45.000 Kilometer entfernt sein kann und sich mit einer relativen Geschwindigkeit von acht Kilometern pro Sekunde bewegt – keine einfache Aufgabe.
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