Um die Sonnenkorona so gründlich wie möglich erkunden zu können, ist die Parker Solar Probe mit vier Hauptinstrumenten ausgestattet. Zwei davon messen vor allem die Partikelströme im Sonnenwind und solaren Plasma, eines misst elektrische und magnetische Felder und Strahlung und das vierte besteht aus zwei Teleskopen, die hochaufgelöste Bilder der Korona und inneren Heliosphäre liefern sollen.
ISIS: Detektor für schnelle Teilchen
Das ISIS-Instrument (integrated Science Investigation of the Sun) ist der Hochleistungsdetektor unter den Partikelmessern. Denn dieser zweiteilige Detektor kann ein breites Spektrum von schnellen Elektronen, Protonen und schweren Ionen erfassen. „ISIS misst Teilchen in einem breiten Energiespektrum, von zehntausenden von Elektronenvolt bis zu hunderten Millionen Elektronenvolt“, erklärt ISSI-Forschungsleiter David McComas von der Princeton University.
Ähnlich wie die gigantischen Detektoren in Teilchenbeschleunigern bestehen auch die Partikelsensoren von ISIS aus vielen übereinander liegenden Schichten, in denen die Teilchen bei ihrer Passage Signalspuren hinterlassen. Das erlaubt es, ihre Art, Geschwindigkeit, Richtung und Energie zu bestimmen. Die Forscher hoffen, mithilfe dieser Daten den Ursprung der verschiedenen Anteile des Sonnenwinds näher einzugrenzen.
FIELDS und SWEAP: Fahndung nach der Sonnenheizung
Besonders wichtig für die Lösung des Rätsels um die koronare Heizung sind die Instrumente FIELDS und SWEAP (Solar Wind Electrons Alphas and Protons Investigation). Denn ihre Daten könnten verraten, ob Alfvén-Wellen, magnetische Rekonnexionen oder beide das Plasma der Sonnenkorona aufheizen.