Dass Riesenschlangen ihre inneren Organe quasi auf Kommando wachsen lassen können, haben Wissenschaftler mittlerweile in zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt – und sie haben weitere Beispiele für das Phänomen gefunden.
{1r}
Hypertrophie als Überlebenstrick
So wie im Jahr 2005 ein Team um Professor James Hicks von der Universität von Kalifornien in Irvine. Die Forscher entdeckten in einer Studie, dass auch die Herzmuskelmasse von Pythonschlangen innerhalb kurzer Zeit nach dem Fressen um bis zu 40 Prozent steigt. Verantwortlich für das schnelle Herzwachstum ist nach Angaben von Hicks die vermehrte Produktion eines bestimmten Proteins.
Dieses steht in Verbindung mit Zellen, die die Herzmuskelfasern vergrößern und dadurch letztlich auch die Pumpkapazität des Herzens erhöhen. Ein Syndrom, das beispielsweise auch bei Ausdauersportlern vorkommt und als Hypertrophie bezeichnet wird. Beim Menschen dauert dieser Anpassungsvorgang Wochen, wenn nicht Monate.