Trotz der Finanzkrise in Kamerun war es möglich, an beiden Seen in den letzten Jahren ein ausgeklügeltes Frühwarnsystem aufzubauen, das vor möglichen plötzlichen Gasausbrüchen schützen soll.
Hochempfindliche Infrarot-Detektoren überwachen die Luft Tag und Nacht und geben sofort Alarm, wenn die CO2-Konzentration einen Wert von 0,5 Prozent überschreitet. Zum Vergleich: Der Normalwert liegt ungefähr bei 0,04 Prozent. Sirenen und Blinklichter warnen in einem solchen Katastrophenfall die lokale Bevölkerung und fordern sie auf, schleunigst in höher gelegene Regionen zu fliehen.
Dabei macht den Wissenschaftlern allerdings zu schaffen, dass die gefährdeten Regionen, niedrig gelegene Täler und Schluchten, rund um Lake Nyos und Lake Monoun mittlerweile wieder relativ dicht besiedelt sind.
Zwar wurden diese kurz nach den beiden Gaskatastrophen geräumt und für die menschliche Besiedlung gesperrt, nach fast 20 Jahren ohne größere Explosionen sind aber viele Einheimische mittlerweile illegal in die Todeszonen zurückgekehrt und befinden sich in höchster Gefahr.