Waldpilze, Wildkräuter, Beeren, Fleisch, genau gesagt Wild: Aus diesen Zutaten kreiert Koch Sven Laschinski vom Bistro „Heimathirsch“ auch an diesem Abend wieder im Museum Monrepos ein schmackhaftes Menü. Wie stets ist es etwas ganz Besonderes, denn es orientiert sich am Speiseplan unserer Vorfahren aus der Altsteinzeit, dem Paläolithikum.
Eintauchen in die Vorgeschichte
Die Gerichte werden beim „Paläo-Abend“ serviert. Dieser findet zweimal im Monat im Archäologischen Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution, so der vollständige Name, statt. Die Idee ist: Forschung erlebbar machen. Und das mit allen Sinnen. Das Abendessen ist dabei Teil des prähistorischen Erlebnisses. Zuvor werden die Gäste exklusiv von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durch eine Ausstellung geleitet; denn zu dieser Zeit ist das Museum für die Öffentlichkeit bereits geschlossen.
„Wir versuchen, die Menschen des Paläolithikums – also der Altsteinzeit von vor 2,5 Millionen Jahren bis vor rund 10.000 Jahren – so zu zeigen, dass der heutige Besucher sich in ihnen wiederentdeckt“, beschreibt Lutz Kindler, Zooarchäologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter in Monrepos, das Konzept
des Hauses.