Polymere sind aus der modernen Mikroelektronik nicht mehr wegzudenken. In der Aufbau- und Verbindungstechnik für elektronische Systeme ist – vom Schaltungsträger bis hin zur Verkapselung – eine Vielzahl von Kunststoffen im Einsatz.
Integrierter Schaltkreis als Kernstück
Der integrierte Schaltkreis, das Kernstück der Elektronik, basiert jedoch noch weitgehend auf anorganischen Materialien, vor allem auf kristallinem Silizium. Inzwischen lassen sich verschiedene leitende und halbleitende Polymere herstellen, die man zum Bespiel in Transistoren, Leuchtdioden, Solarzellen oder Sensoren nutzen kann.
Derzeit besteht noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf, um eine vollständig auf Polymeren basierende Elektronik aufzubauen und industriell zu nutzen. Wichtige Grundlagen und Voraussetzungen hierfür haben Fraunhofer-Institute in den vergangenen Jahren in den Projekten „Polymerelektronik“ und „Smart Plastics“ erarbeitet.
Interdisziplinäre Forschung
Ein Schlüssel für die Zukunft von flexiblen elektronischen Systemen ist es, verschiedene polymere Schichtkomponenten wie Polymerelektronik, Solarzellen, gedruckten Batterien, Displays und Sensoren zu einem flexiblen System zu verbinden. Wie sich die notwendigen so genannten Heterointegrationstechniken auf Polymerfolie realisieren lassen, haben Fraunhofer-Forscher an einem autarken Beschilderungs-System demonstriert.