Das „Sterben der Wälder“ ist längst nicht das einzige Beispiel dafür, dass die Menschen im Himalaya vom Weg der Nachhaltigkeit abgekommen sind. Früher wurden beispielsweise die teilweise nicht gerade hochwertigen Hochgebirgsböden von den Einwohnern der Region so genutzt, dass auch nachfolgende Generationen noch darauf ernten konnten.
Auch die Seen und Flüsse waren mangels größerer Industriebetriebe klar und sauber und lieferten das notwendige Wasser um den Durst von Mensch und Natur zu löschen. Auf den Grassteppen zogen gewaltige Mengen von wilden Yaks oder Ziegen umher, unter denen die kleinen Herden der Nomaden kaum ins Gewicht fielen.
Heute, vielleicht 50 Jahre später, hat sich die Situation in vielen Teilen des Himalaya komplett verändert. In Großstädten wie Kathmandu gehören Verkehrsinfarkt, Luftverschmutzung und Slums zum normalen Erscheinungsbild.
Wüstenartiges Nepal
75 Prozent der Nepalesen leben im 21. Jahrhundert immer noch Ackerbau und Viehhaltung. Durch den explosionsartigen Anstieg der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten gibt es aber längst viel zu viele Tiere für viel zu wenig Land.