Während ein normaler Computer eine Rechenoperation nach der anderen abarbeiten muss, kann ein Quantencomputer schon mit einem einzigen Quantenbit alle möglichen Ergebnisse einer Aufgabe auf einmal speichern. Denn das Quantenbit nimmt einfach alle möglichen Zustände gleichzeitig ein. Ein Quantencomputer kann dadurch in einem sehr kleinen System viel mehr Zahlen abspeichern als ein klassischer Computer.
„Er ist jedoch aus technischen Gründen und zum Teil auch aus physikalischen Gründen sehr schwer zu realisieren“, erklärt Gerhard Rempe, Forscher am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. „Es gibt aber andere Entwicklungen, wie zum Beispiel Quantensimulatoren. Dabei handelt es sich um einen Computer, der nur für ganz spezielle Zwecke entwickelt wird. Deswegen sind die Anforderungen an ihn auch nicht ganz so hoch wie an einen universellen Quantencomputer.“ So ist das Auslesen beispielsweise bei diesen Systemen leichter als bei einem universellen Quantencomputer.
Eine geheimnisvolle Verknüpfung
Und noch ein seltsames Phänomen gibt es in der Quantenwelt: die Verschränkung. Sie bewirkt, dass der Zustand eines Quantenbits automatisch den eines anderen beeinflusst – und dies scheinbar ohne physikalische Verbindung und über große Entfernungen hinweg. Dadurch können zwei verschränkte Photonen sogar zwei Nullen und zwei Einsen auf einmal kodieren und in diesen beiden Kanälen auch rechnen. Ein System aus tausend Qubits könnte damit die unvorstellbare Menge von zehn hoch 300 Zahlen speichern..
Doch auch in einem solchen System gibt es ein Problem, sobald wir genauer wissen wollen, in welchem Zustand sich eines der beiden Teilchen nun tatsächlich befindet: Sobald ein Physiker die Ausrichtung eines der beiden verschränkten Photonen misst, legt sich dieses beispielsweise auf eine Polarisierungsrichtung – links oder rechts – fest. Das andere Photon, weil verschränkt, wird damit automatisch ebenfalls auf einen Zustand festgelegt.