
„Big Five“: Das ist nicht etwa das Synonym für die fünf besten Fußballmannschaften des WM-Gastgebers oder die südafrikanische Variante eines Burgers. „Big Five“ steht für Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn, die Creme de la Creme der (süd-)afrikanischen Tierwelt. Kein Urlauber darf das Land wieder verlassen, ohne diese Tiere in freier Natur beobachtet zu haben – behauptet zumindest die Tourismusbranche.
Besonders gut möglich ist das auf der letzten Station unserer Sightseeing-Tour durch Südafrika: dem Kruger Nationalpark. Seine zahlreichen Lodges und Camps besuchen jährlich eine Million Menschen.

Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen
Der Park reicht vom Crocodile River im Süden bis zum Limpopo-Fluss im Norden und umfasst insgesamt fast 20.000 Quadratkilometer Fläche. Auf einem Gebiet fast doppelt so groß wie Nordirland tummeln sich neben den Big Five auch Krokodile, Schwarze Mambas, Giraffen, Antilopen, Geparde oder Stachelschweine. Bei einer Bestandaufnahme im Park haben Biologen vor kurzem insgesamt 147 Säugetier-, über 500 Vogel- und fast 120 Reptilienarten gezählt.
Die vom damaligen Präsidenten Südafrikas, Paul Kruger, bereits 1898 initiierte Schutzzone ist aber nicht nur eines der letzten Rückzugsgebiete für seltene Tiere, sie bietet auch reichlich Platz für eine ungewöhnliche Pflanzenwelt. Dazu gehören unter anderem die riesigen Affenbrotbäume, Mopanewälder, so genannte Süßdornakazien oder Marulabäume.