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Noch vor 50 Jahren war die Nordpolarregion wenig mehr als ein weitgehend leeres Gebiet irgendwo im eisigen Nirgendwo – vom Rest der Welt weitgehend ignoriert. Zwar umfasst die Arktis rund 20 Millionen Quadratkilometer – das ist sechsmal so groß wie das Mittelmeer. Aber die lebensfeindliche Kälte und der dicke Eispanzer machten diese Region wenig zugänglich.
Auch die fünf Arktis-Anrainer maßen ihren nördlichsten Gebieten lange wenig Bedeutung bei. Denn eine Erkundung oder gar Erschließung lohnte sich schlicht nicht. Inzwischen jedoch hat sich dies gewandelt – dank des Klimawandels. Denn die schmelzende Eisdecke legt immer weitere Teile der Arktis frei und enthüllt auch ihren ungeheuren Rohstoffreichtum.
Von Diamanten bis Erdöl
Auf dem arktischen Festland, das rund die Hälfte des Nordpolargebiets ausmacht, finden sich vor allem viele mineralische Bodenschätze: Im hohen Norden Schwedens und Kanadas warten Eisenerze, in Sibirien und Grönland gibt es reiche Vorkommen von Nickel, Seltenerdmetallen und Platin und in Alaska Zink, Blei und Silber. Sogar Gold und Diamanten schlummern in noch unausgebeuteten Lagerstätten unter Eis und Gestein.