Ist der Bau eines einzelnen winzigen Computers schon eine schwierige Aufgabe, so stellt ein funktionierendes Netzwerk aus mehreren Hundert, Tausend oder gar Millionen Sensorknoten eine riesige Herausforderung dar.
Informatiker, die so einen „Sack voller Flöhe“ unter Kontrolle halten wollen, müssen neue Konzepte jenseits der Regeln herkömmlicher Computernetze entwickeln, um die Datenströme zu regeln. Sensornetze sollen automatisch, permanent und in Echtzeit Daten aus der Umwelt erfassen, zum Beispiel die Bodenfeuchte, um eine Hangrutschung vorherzusagen, oder den CO2-Gehalt eines Raumes, um die Klimaanlage in Gang zu setzen.
Einfach im Kleinen, komplex im Großen
Ein einzelner Sensorknoten erfüllt dabei eine relativ leichte Aufgabe: er misst beispielsweise die Temperatur, kodiert die Information und funkt sie weiter. Mittlerweile kann ein Sensorknoten auch bereits mit mehreren Sensoren für verschiedene Messdaten, zum Beispiel für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt, ausgestattet sein, die je nach Bedarf kombiniert werden.
Viel komplexer ist jedoch die Leistung des gesamten Sensornetzes, wenn aus verschiedenen Daten mehrerer Sensorknoten an unterschiedlichen Messstellen das Bild eines gesamten Umweltphänomens oder sogar dessen Entwicklung über einen Zeitraum erstellt werden soll. So könnte man an einer Straßenkreuzung mehrere Sensorknoten für die Messung von Vibrationen, Magnetfeld, Akustik, Beschleunigung oder bestimmten Materialeigenschaften installieren. Gemeinsam sind sie in der Lage zu ermitteln, wann wie viele Autos welcher Marke mit welcher Geschwindigkeit nach rechts oder links abgebogen sind.