Ende April meldeten Mexiko und die USA auffällige Grippeerkrankungen bei Menschen, in deren Folge es in Mexiko auch zu zahlreichen Todesfällen kam. Es wurde eine Infektion mit Influenza A Virus vom Subtyp H1N1 festgestellt, das nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts Ähnlichkeiten mit bei Schweinen vorkommenden Influenzaviren aufweist. Weitere Analysen des Virus ergaben, dass es sich jedoch um einen neuen Erreger handelt, der bei Schweinen noch nie festgestellt wurde. Vielmehr weist das Virusgenom Teile der Erbinformation von Influenzaviren des Typs A vom Schwein, vom Menschen und auch von Vögeln auf.
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Dass Schweine als „Mischgefäß“ verschiedener Influenzaviren fungieren können, ist bekannt. In diesem Fall handelt es sich also nicht um einen Erreger, der direkt vom Schwein auf den Menschen übertragen wird, sondern um eine von Mensch zu Mensch übertragene humane Influenzainfektion. Der Begriff „Schweinegrippe“ ist demnach irreführend.
Influenza beim Schwein
Die Symptome einer Influenza bei Schweinen können plötzliches Einsetzen von Fieber, Depression, Husten („Bellen“), Ausfluss aus Nase und/oder Augen, Niesen, Atembeschwerden, Augenrötung oder Entzündung und verringerte oder keine Nahrungsaufnahme sein. Krankheitsausbrüche bei Schweinen treten hauptsächlich in den kälteren Jahreszeiten (Ende Herbst und Winter) auf. Auch das Einbringen von infizierten Tieren in nicht geimpfte Bestände führt zu Ausbrüchen. Gegen die Schweineinfluenza wird intensiv geimpft.