Erst mal einen Kaffee: Vor einer schwierigen Diskussion oder einem wichtigen Meeting könnte es hilfreich sein, erst einmal gemeinsam Kaffee zu trinken. Denn wie ein Experiment belegt, macht das koffeinhaltige Getränk nicht nur wacher und stimmt positiver. Es macht das Teamwork auch konstruktiver und sorgt für relevantere Beiträge. Selbst bei konfliktträchtigen Themen sorgte dies für eine bessere Zusammenarbeit, wie die Forscher berichten.
Kaffee ist nicht nur eines beliebtesten Heißgetränke weltweit – er scheint auch ein echter Gesundmacher zu sein. Studien sprechen dafür, dass das koffeinhaltige Getränk nicht nur wach macht, sondern auch gegen chronischen Stress, Diabetes und Gefäßerkrankungen schützt, unsere DNA vor Schäden bewahrt und sogar unserem Gedächtnis auf die Sprünge hilft.
Doch wie sieht es mit den Effekten des Kaffeegenusses aufs Gruppenverhalten aus? Wirkt es positiv, wenn wir morgens vor einem Meeting erst einmal gemeinsam mit den Kollegen eine Tasse Kaffee trinken? Das haben nun Vasu Unnava von der University of California in David und seine Kollegen untersucht.
Beeinflusst Kaffee das Gruppenverhalten?
Am ersten Experiment nahmen 72 Studenten teil, die jeweils in Fünfergruppen über ein aktuelles politisches Thema diskutieren sollten. Eine halbe Stunde jedoch hatte die Hälfte der Studenten an einer vermeintlichen Kaffeeverkostung teilgenommen – und so mehrere Tassen Kaffee konsumiert. In einem zweiten Experiment bekamen 31 Studenten normalen Kaffee, die 31 anderen entkoffeinierten – ohne dass sie dies wussten. Auch sie wurden anschließend zur Gruppendiskussion geladen.