Gefährlicher Abfall: Auch für Haie und Rochen stellt Plastikmüll im Ozean eine ernsthafte Bedrohung dar. Wie eine Studie enthüllt, verfangen sich die großen Raubfische immer wieder in Schnüren, Netzen oder anderen Kunststoffteilen. Besonders gefährdet scheinen dabei Arten zu sein, die lange Strecken im offenen Meer zurücklegen. Zudem spielt offenbar die Körperform eine Rolle für das Risiko.
Unser Plastikabfall vermüllt inzwischen die gesamte Meeresumwelt: Von der Arktis bis in die Südsee findet sich in allen Tiefenschichten des Ozeans Kunststoff. Für die dort lebenden Tiere stellt diese Vermüllung eine tödliche Gefahr dar. Immer wieder verenden Fische, Schildkröten, Vögel und andere Meeresbewohner, weil Kunststoffteile in ihrem Verdauungstrakt landen oder sie sich in Plastikschnüren verfangen.
Wie gefährdet sind Haie und Rochen?
Das Grundproblem ist hinlänglich bekannt – weniger klar ist jedoch, wie groß das Risiko für unterschiedliche Tiergruppen konkret ist. Zum Beispiel für Haie und Rochen: Wie oft verheddern sich diese Fische in Schnüren, Netzen oder anderen Plastikteilen? Um das herauszufinden, haben Kristian Parton von der University of Exeter und sein Team nun unterschiedliche Studien zu diesem Thema ausgewertet und außerdem auf Twitter nach Hinweisen gesucht.
„Unsere Untersuchung ist die erste, die in diesem sozialen Netzwerk Daten über solche Ereignisse gesammelt hat. Dabei haben wir verhedderte Tiere von Arten und an Orten entdeckt, die in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht dokumentiert sind“, berichtet Partons Kollege Brendan Godley.