Enorme Bisskraft: Der Tyrannosaurus rex konnte die dicken Knochen selbst großer Beutetiere problemlos knacken – seine Bisskraft reichte dafür locker aus. Denn der Raub-Dinosaurier übte mit jeder seiner Zahnspitzen eine Kraft aus, die dem Gewicht von rund 30.000 Kilogramm pro Quadratzentimeter entspricht, wie ein biomechanisches Modell nahelegt. Der T. rex konnte damit selbst die dicken Knochen eines Triceratops aufbrechen, so die Forscher im Fachmagazin „Scientific Reports“.
Der Tyrannosaurus rex war einer der größten Fleischfresser der Kreidezeit. Der bis zu sieben Tonne schwere Raubdinosaurier konnte zudem ziemlich schnell rennen und besaß Zähne so scharf wie Steakmesser. Doch ob seine Bisskraft ausreichte, um beispielsweise die Knochen großer Pflanzenfresser zu knacken oder ob er eher Jungtiere fraß, blieb bisher strittig.
Knochenzermalmend ohne Spezialgebiss
Einer der Gründe dafür: Viele heutige große Aas- und Fleischfresser wie Hyänen oder Wölfe besitzen speziell an das Knochenknacken angepasste Zähne. Diese sind so geformt, dass sie wie zwei spitze Meißelreihen ineinandergreifen und so die Knochen der Beute optimal aufbrechen können. Reptilien jedoch – und damit auch die Dinosaurier – besitzen diese Spezialzähne nicht.
Dennoch belegen Funde von Triceratops-Knochen mit Bisspuren und halbverdauten Knochenresten im Darm von Tyrannosauriern, dass die Raubdinosaurier durchaus Knochen zermahlen konnten. Welche Kraft ihr Gebiss dabei ausüben konnte, darüber gingen die Schätzungen bisher allerdings weit auseinander.