Wie hieß das noch gleich? Im Alter fällt es uns manchmal schwer, die richtigen Worte zu finden. Warum das so ist, haben nun Neurowissenschaftler herausgefunden. Demnach sind zwar bei der Suche nach dem richtigen Begriff ähnliche Netzwerke im jungen und alten Gehirn aktiv. Aber bei Älteren sind die Verknüpfungen innerhalb dieser Netzwerke weniger effizient, sie können deren Leistungen nicht mehr voll ausschöpfen.
Wenn wir älter werden, fällt es uns zunehmend schwerer, im entscheidenden Moment die richtigen Wörter parat zu haben. Zwar wächst unser Wortschatz im Laufe des Lebens an und müsste uns eigentlich sogar mehr Auswahl liefern als in der Jugend. Dennoch fällt es Älteren zunehmend schwer, das semantische Gedächtnis zu aktivieren und die passenden Begriffe abzurufen. Bislang war unklar, woran das liegt.
Worttests im Hirnscanner
Jetzt liefert eine Vergleichsstudie von Sandra Martin vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und ihren Kollegen mögliche Ursachen für die alterstypischen Wortfindungsstörungen. Für ihr Experiment hatten sie 28 gesunde ältere Testpersonen im Alter zwischen 60 und 70 sowie 30 junge Vergleichsprobanden zum Test in den Hirnscanner gebeten.
Während die Testpersonen im Magnetresonanztomografen lagen und ihre Hirnaktivität aufgezeichnet wurde, lösten sie semantische Aufgaben: Sie sollten jeweils möglichste viele Wörter nennen, die in eine thematische Kategorie passten – beispielsweise Tiere, Metalle oder Fahrzeuge. Die einzelnen Testabschnitte wurden zu Vergleichszwecken von einer Zählaufgabe unterbrochen, zudem waren die Kategorien so gestaffelt, dass schwere und leichtere Blöcke sich abwechselten.