Im Inneren der Erde strömt flüssiges Metall – der äußere Kern – um einen festen inneren Kern und erzeugt so starke Magnetkräfte. Jetzt haben Wissenschaftler schnelle, fast abrupte Änderungen in der Bewegung des äußeren Kerns entdeckt, die auch das irdische Magnetfeld beeinflussen, wie sie in dem Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.
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Der Erdkern besteht vorwiegend aus den Metallen Eisen und Nickel, die im inneren Kern fest, im äußeren Kernbereich aber flüssig sind. Die Bewegungen des flüssigen Metalls gegen das statische Innere erzeugen magnetische Kräfte, die letztlich das Erdmagnetfeld bilden. Entsprechend eng verbunden sind auch die Veränderungen von Kern und Magnetfeld.
Wissenschaftler der Technischen Universität Dänemark (DTU) in Kopenhagen und des Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam haben nun Magnetfeld-Daten des dänischen Ørsted Satelliten ausgewertet, die einen Einblick in die Entwicklung der letzten neun Jahre geben. Dabei zeigten sich unerwartet schnelle Änderungen.