Explodierende Nachfrage: Durch das rasante Wachstum von Zukunftstechnologien könnten einige Metallrohstoffe künftig knapp werden. Bis zum Jahr 2035 wird der Bedarf des für Akkus nötigen Lithiums die heutigen globalen Fördermengen um fast das Vierfache übertreffen, wie ein Bericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ergab. Auch bei Rhenium, Germanium, Tantal und einigen Seltenerd-Metalle wird die künftige Nachfrage das bisherige Angebot übersteigen.
Ohne metallische Rohstoffe gäbe es die meisten unserer heutigen Technologen nicht. Während Eisen, Kupfer und Co jedoch schon seit Jahrhunderten eingesetzt werden und weltweit noch reichlich vorhanden sind, benötigt die moderne Technik auch viele weniger üppig vorhandene Metalle.
Rar, aber begehrt
Seltenerd-Metalle wie Scandium, Lanthan, Neodym, Terbium oder Gadolinium stecken in Elektroautos, in Windkraftgeneratoren und im Handy, Metalle wie Tantal, Indium, Gallium oder Germanium werden für Brennstoffzellen, in der Photovoltaik oder für Katalysen und Legierungen benötigt. Lithium wiederum ist einer der Hauptrohstoffe für Lithium-Ionen-Akkus.
Mit der Zunahme dieser Zukunftstechnologien wird auch die Nachfrage an den entsprechenden Metallrohstoffen steigen – soviel ist klar. Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben nun für 42 Zukunftstechnologien untersucht, wie groß ihr Rohstoffbedarf im Jahr 2035 sein wird – und wie dieser im Verhältnis zu heutigen Weltproduktion der betreffenden Metalle ausfällt.