Gute Nachrichten für die Kaffee-Liebhaber und -Erzeuger: Wissenschaftler haben in Afrika einen natürlichen Feind des gefürchteten Kaffee-Schädlings, des Kaffeekirschenkäfers, entdeckt. Bei Untersuchungen in Westkenia identifizierten sie ein bisher unbekanntes räuberisches Insekt, das sich von dessen Eiern und Larven ernährt.
Diese Entdeckung könnte weitreichende Folgen für die weltweite Bekämpfung des Kaffeekirschenkäfers haben. Die im Springer-Fachjournal „Naturwissenschaften – The Science of Nature“ erschienene Studie belegt jetzt erstmals quantitativ, dass der Schädling gefressen wird. Frühere Untersuchungen basierten ausschließlich auf Beobachtungen.
Wichtigster Kaffee-Schädling
Der Kaffeekirschenkäfer – ein Bohrkäfer mit dem Namen Hypothenemus hampei – ist der am weitesten verbreitete Kaffee-Schädling in den Kaffee produzierenden Ländern. Die jährlichen Verluste im Kaffeeanbau werden auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt. Dies hat Auswirkungen auf die Einkommenssituation von mehr als 20 Millionen ländlichen Haushalten in den Tropen.
Der weibliche Kaffeekirschenkäfer bohrt kleine Gänge in die Kaffeekirsche und legt dort seine Eier ab. Die Larven ernähren sich dann von der Frucht. Da der überwiegende Teil des Lebenszyklus des Schädlings innerhalb der Kirschen stattfindet, ist er schwer zu bekämpfen – insbesondere in Ländern, die stolz auf ihre organische Kaffeeproduktion sind.